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Ab sofort Rechtsanspruch für Sonderbetreuungszeiten!

kinderbetreuungsbeihilfe

P R E S S E I N F O R M A T I O N

Bregenz, am 06.11.2020

Rechtsanspruch für Sonderbetreuungszeiten:  Familienverband zeigt sich erfreut

Ein Rechtsanspruch auf Sonderbetreuungszeit wurde am Donnerstag im Parlament beschlossen. Die neue Obfrau des Vorarlberger Familienverbands Patricia Zupan-Eugster begrüßte den Initiativantrag, „Vor allem Mütter stemmen die durch die Krise anfallende zusätzliche Betreuung der Kinder. Wichtig ist es die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern“ betont Zupan-Eugster.

Ein Initiativantrag für einen Rechtsanspruch auf Sonderbetreuungszeit wurde am Donnerstag im Nationalrat eingebracht. Der österreichische Gewerkschaftsbund hatte in den letzten Monaten Druck auf die Politik ausgeübt. Die neue Regelung gilt bis zum Ende des Schuljahres 2020/21 und zukünftig können vier statt bisher drei Wochen für die Sonderbetreuungszeit in Anspruch genommen werden.

Bereits im Frühjahr gab es Sonderbetreuungszeiten als Ergänzung zum Pflegeurlaub, wenn Kinder oder zu Pflegende während des Lockdowns zu betreuen waren. Allerdings hatten die Arbeitnehmer bisher keinen Rechtsanspruch und es brauchte die Zustimmung des Arbeitgebers.

„Der zweite Lockdown sorgt dafür, dass Eltern mit Kindergarten- oder Schulkindern unter enormem Stress stehen. Daher brauchen sie mehr denn je Entlastung und Unterstützung bei der Kinderbetreuung“, freut sich die Obfrau des Familienverbands.

Bisher übernahm der Staat bis zu einem Drittel der Kosten des Arbeitgebers. Nun übernimmt der Bund die gesamten Kosten des Dienstgebers. Darüber hinaus fügt die Obfrau der größten Interessensvertretung für Familien hinzu: „Wichtig ist hier zu betonen, dass die Wirtschaft die derzeit schon vor großen Herausforderungen steht und sehr flexibel agieren muss, genauso entlastet werden muss, daher begrüße ich es, dass die Kosten zu 100% vom Bund rückerstattet werden.“

Außerdem fordert Zupan-Eugster: „Schulschließungen sollen mit allen Mitteln verhindert werden. Wichtig ist es problemorientierte Lösungen zu finden. Dennoch müssen Kindergärten und Schulen geöffnet bleiben!“.

Bildquelle: www.pixabay.com