Neues für Familien: Kinderbetreuungsgeld uvm.

Kindergeld

Hier finden Sie die wichtigsten Informationen hinsichtlich des Kinderbetreuungsgeldes und der Kinderbetreuungskosten kurz zusammengefasst. Für detaillierte Informationen leiten wir Sie direkt an die zuständigen Stellen weiter.

Kinderbetreuungsgeld und Familienzeitbonus

Für Geburten ab 1. März 2017 treten neue Regelungen rund um das Kinderbetreuungsgeld in Kraft. Eltern können zwischen dem flexiblen pauschalen Kinderbetreuungsgeld-Konto oder dem einkommensabhängigen KBG wählen. Eltern, die sich den Bezug des Kinderbetreuungsgeldes annähernd gleich aufteilen, erhalten zusätzlich einen Partnerschaftsbonus.

Weiters gibt es für Geburten ab 1. März 2017 einen Familienzeitbonus für Väter nach der Geburt des Kindes.

Das Ministerium für Familie und Jugend hat die wichtigsten Fragen zum neuen Kinderbetreuungsgeld-Konto und dem Familienzeitbonus für Väter kurz und prägnant beantwortet. Hier können Sie die Informationen als PDF-Datei herunterladen:

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Steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten

Kosten für die Kinderbetreuung können von steuerpflichtigen Eltern in der Höhe von maximal 2.300 Euro pro Kalenderjahr und Kind abgesetzt werden.

Eine der Voraussetzungen für die Absetzbarkeit ist, dass für die betroffenen Kinder ein Anspruch auf den Kinderabsetzbetrag für mehr als sechs Monate im Kalenderjahr besteht. Weitere Bedingungen zur Absetzbarkeit und Geltendmachung der Kinderbetreuungskosten finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Finanzen. Folgende Fragen werden vom Ministerium beantwortet:

  • In welcher Höhe sind die Kosten absetzbar?
  • Welches Kind berechtigt zum Abzug von Kinderbetreuungskosten?
  • Wer kann die Kosten für Kinderbetreuung absetzen?
  • Können Eltern von behinderten Kindern Kinderbetreuungskosten zusätzlich zu anderen steuerlichen Begünstigungen geltend machen?
  • Was passiert, wenn pro Kind mehr als 2.300 Euro an Kinderbetreuungskosten anfallen?
  • Welche Kosten sind absetzbar?
  • Von wem muss das Kind betreut werden?
  • Was ist eine Kinderbetreuungseinrichtung?
  • Wer ist eine pädagogisch qualifizierte Person?
  • Sind die Kinderbetreuungskosten für die Betreuung durch Angehörige steuerlich abzugsfähig?
  • Welche Kostenersätze kürzen die Kinderbetreuungskosten?
  • Wie müssen die Kinderbetreuungskosten nachgewiesen werden?

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Pädagogisch qualifizierte Personen

Die Kinderbetreuung durch selbstständig oder nicht selbstständig tätige pädagogisch qualifizierte Personen ist in bestimmtem Umfang und unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich absetzbar. Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit eine Betreuungsperson als pädagogisch qualifizierte Person anerkannt wird:

  • Mindestalter: 18 Jahre
  • Nachweis einer Ausbildung (Schulung) im Mindestausmaß von 35 Stunden

Die erforderliche pädagogische Qualifizierung kann auch durch den Abschluss von ähnlichen Ausbildungen nachgewiesen werden. Nicht steuerlich abzugsfähig ist die Kinderbetreuung durch pädagogisch qualifizierte Personen, die Angehörige sind und die zum selben Haushalt wie das Kind gehören. Auch Au-Pair-Kräfte müssen für die Absetzbarkeit eine Schulung innerhalb der ersten beiden Monate in Österreich absolvieren oder einen Nachweis über den Abschluss einer gleichwertigen Ausbildung im EU- oder EWR-Raum erbringen. Erfolgt eine Kinderbetreuung im Jahr 2017, ohne dass die betreuende Person über die für die Abzugsfähigkeit erforderliche Ausbildung verfügt, kann die Ausbildung noch bis spätestens 31. Dezember 2017 nachgeholt werden.

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Kinderbetreuungs-Zuschuss durch den Arbeitgeber

Unternehmen können ihre Mitarbeiter bei der Kinderbetreuung nun auch finanziell durch einen Zuschuss zur Kinderbetreuung bis zu einer Höhe von 1.000 Euro pro Kalenderjahr sozialabgaben- und lohnsteuerfrei unterstützen.

Der Zuschuss darf den Eltern nur in Form von Gutscheinen zur Einlösung bei einer entsprechenden Kinderbetreuungseinrichtung gewährt werden oder kann auch direkt an die Betreuungseinrichtung ausbezahlt werden. Um den Zuschuss sozialabgaben- und lohnsteuerfrei beziehen zu können, muss der Arbeitnehmer selbst die Familienbeihilfe beziehen. Alle Gewährungsvoraussetzungen sowie Informationen für Unternehmer finden sie hier:

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Hebammen-Nachbetreuung als Kassenleistung

Seit dem 1. Jänner haben alle Frauen, egal wann sie das Krankenhaus nach der Entbindung verlassen, Anspruch auf eine Hebammenbetreuung zu Hause. Die neue Lösung trägt dazu bei, dass Kassenhebammen nun alle Frauen und Neugeborenen, unabhängig vom Entlassungstag im Wochenbett betreuen können. Fünf Hebammen-Hausbesuche in den ersten fünf Tagen nach der Geburt und, wenn Probleme auftreten, weitere sieben Hausbesuche bis zur achten Woche bezahlt die Krankenkasse.

Quelle: Vorarlberger Nachrichten vom 2.2.2017

Informationsquellen

Bundesministerium für Familien und Jugend
Untere Donaustraße 13-15, 1020 Wien
Tel: +43-1/71100-0
office@bmfj.gv.at
www.bmfj.gv.at

Bundesministerium für Finanzen
Johannesgasse 5, 1010 Wien
www.bmf.gv.at