Neues für Familien: Aktuelle Änderungen bei Familienhilfe & Co.

Familienbeihilfe

Änderungen bei Familienbeihilfe

Beitragserhöhung am 1.1.2018

Am 1. Jänner 2018 hat die dritte und letzte vereinbarte Erhöhung der Familienbeihilfe stattgefunden. Hier finden Sie die neuen Werte für Ihre Familie:

Familienbeihilfe - Neue Werte 2018 (KFÖ)
Quelle: Rosina Baumgartner, Zeitschrift ehe und familien, Ausgabe Februar 2018, Seite 3, Katholischer Familienverband Österreichs.

Familienbeihilfe-Rechner

Mit dem Familienbeihilfe-Rechner des Bundesministeriums für Familien und Jugend können Sie Ihren möglichen Anspruch berechnen: http://familienbeihilfenrechner.bmfj.gv.at/

Weniger Familienbeihilfe für Kinder im Ausland (ab 2019)

Geht es nach den Plänen der Regierung, wird die Familienbeihilfe für Kinder in Ungarn, Rumänien, Polen und Bulgarien mit 1. Jänner 2019 um die Hälfte gekürzt. Europarechtskonforme Indexierung der Familienbeihilfe steht im Regierungsprogramm. Im Klartext heißt das, die Familienbeihilfe für Kinder, die in EU- und EWR-Staaten sowie der Schweiz leben, an das dortige Preisniveau anzupassen. Diese Anpassung bedeutet für 17 Länder eine Kürzung und für 12 Länder eine Erhöhung. Auf Seite 3 der neuen Ausgabe der Zeitschrift „ehe und familien“ gibt Rosina Baumgartner vom Katholischen Familienverband Österreichs einen Überblick über das Thema. Hier können Sie die Ausgabe herunterladen:

Download ehe und familien

„Familienbonus Plus“: Steuergutschrift von bis zu 1.500 Euro möglich (ab 2019)

Mit dem „Familienbonus Plus“, der ab 2019 gelten soll, sollen Familien, die Steuern zahlen und für Kinder zu sorgen haben, bis zu 1.500 Euro pro Kind und Jahr Steuergutschrift erhalten. Auch Alleinerzieher und Alleinverdiener, die weniger als 1.100 Euro verdienen und damit keine Steuer zahlen, sollen entlastet werden, indem der Alleinverdiener- und der Alleinerzieherabsetzbetrag erhöht werden. Der Kinderfreibetrag und die Absetzbarkeit der Kinderbetreuungskosten werden zukünftig gestrichen. Eltern, deren Kinder im Ausland leben, haben keinen Anspruch auf Familienbonus.

Details zum neuen Modell gibt es noch nicht, der konkrete Gesetzesentwurf soll in den nächsten Monaten vorgelegt werden. Geplant ist eine unbürokratische Lösung, die weitgehend automatisiert werden soll. Auf den Seiten 8 und 9 der neuen Ausgabe der Zeitschrift „ehe und familien“ informiert Rosina Baumgartner vom Katholischen Familienverband Österreichs über den aktuellen Stand des Themas. Hier können Sie die Ausgabe herunterladen:

Download ehe und familien

Auf der Webseite des Bundesministeriums für Finanzen finden Sie Fragen und Antworten zum „Familienbonus Plus“: www.bmf.gv.at

Steuerrecht im Überblick: Wie werden Kinder aktuell berücksichtigt?

  1. Kinderfreibetrag

Zur steuerlichen Entlastung der Unterhaltskosten ist für Eltern, die Lohn- bzw. Einkommensteuer zahlen, seit 1. 1. 2016 ein Kinderfreibetrag vorgesehen. Machen beide Elternteile den Freibetrag geltend, stehen jedem Elternteil 300 Euro zu. Der Freibetrag verringert die steuerliche Bemessungsgrundlage und bringt zwischen 110 und 220 Euro Steuerersparnis.

  1. Absetzbarkeit der Kinderbetreuungskosten

Seit 2009 können Kinderbetreuungskosten bis zu 2.300 Euro/Jahr/Kind steuerlich geltend gemacht werden; das sind die unmittelbaren Kosten für die Kinderbetreuung (Kinderkrippe, Kinderarten, Tagesmutter, Kindermädchen, Hort oder Nachmittagsbetreuung) sowie Kosten für Verpflegung und Bastelgeld. Ebenso können die Kosten für Schwimmkurse, Musikschule, für Ferienbetreuung etc. steuerlich geltend gemacht werden, sofern die Betreuung durch eine pädagogisch qualifizierte Person erfolgt. Das betreute Kind darf nicht älter als 10 Jahre sein und die Kosten müssen nachgewiesen werden. Die Absetzbarkeit der Kinderbetreuungskosten verringert die steuerliche Bemessungsgrundlage. Je nach Einkommen bringt die Absetzbarkeit von 2.300 Euro maximal zwischen 575 und 1.150 Euro Steuerersparnis. Nachdem der Aufwand belegbar sein muss, kann der Steuervorteil nicht geltend gemacht werden, wenn das Kind zu Hause betreut wird und daher keine Kosten nachgewiesen werden können

  1. Alleinverdienerabsetzbetrag (AVAB)

Dieser Absetzbetrag – er verringert die Lohnsteuer – steht jedem Alleinverdiener zu und beträgt für ein Kind: 494 Euro, für zwei Kinder 667 Euro, für drei Kinder 887 und für jedes weitere Kind 220 Euro. Als Alleinverdiener gilt ein Steuerpflichtiger, der mehr als sechs Monate im Kalenderjahr mit einem (Ehe-) Partner zusammenlebt und mindestens ein Kind, für das mehr als sechs Monate im Jahr Familienbeihilfe gewährt wird, hat. Die Einkünfte des (Ehe-)Partners können bis zu 6.000 jährlich betragen, wobei das Wochengeld eingerechnet wird. Der AVAB wird auch als Negativsteuer ausbezahlt.

  1. Alleinerzieherabsetzbetrag (AEAB)

Dieser Absetzbetrag steht jenen Steuerpflichtigen zu, die mehr als sechs Monate im Jahr nicht in einer Ehe- oder Lebensgemeinschaft leben und denen während dieses Zeitraumes ein Kinderabsetzbetrag zusteht. Der Alleinverdienerabsetzbetrag beträgt für ein Kind 494 Euro, für zwei Kinder 667 Euro, für drei Kinder 887 und für jedes weitere Kind 220 Euro. Der AEAB wird auch als Negativsteuer ausbezahlt.

  1. Mehrkindzuschlag

Ab 1. Jänner 2011 steht ein Mehrkindzuschlag von 20 Euro/Monat für jedes dritte und weitere Kind, für das Familienbeihilfe gewährt wird, zu. Anspruch besteht dann, wenn das zu versteuernde Familieneinkommen eine bestimmte Höhe (ca. 55.000 Euro) nicht überschreitet. Der Mehrkindzuschlag muss über den Jahresausgleich beantragt werden

  1. Unterhaltsabsetzbetrag

Wer für ein nicht haushaltszugehöriges Kind nachweislich gesetzlichen Unterhalt (Alimente) leistet und keine Familienbeihilfe bezieht, hat zur steuerlichen Entlastung Anspruch auf einen monatlichen Unterhaltsabsetzbetrag von 29,20 Euro für ein Kind, 73 Euro für zwei Kinder, 131,40 Euro für drei Kinder und 58,40 Euro für jedes weitere Kind. Der Unterhaltsabsetzbetrag muss über den Jahresausgleich beantragt werde

Punkt 1, 2 und 5 wirken sich nur aus, wenn Steuern bezahlt werden.

Quelle: Rosina Baumgartner, Zeitschrift ehe und familien, Ausgabe Februar 2018, Seiten 8-9, Katholischer Familienverband Österreichs.

Weitere Informationen zu Steuervorteilen für Familien sowie zur jeweiligen Antragstellung finden Sie auf dem Portal der Arbeiterkammern: www.arbeiterkammer.at/beratung

Hier können Sie außerdem die AK-Infobroschüre „Steuertipps für Eltern“ herunterladen:

Download Broschüre

Kinderbetreuungsgeldkonto: Kostenlose Hilfestellungen

Kostenlose Infoline

Die Infoline des Bundesministeriums für Familien und Jugend ist Montag bis Donnerstag von 9 bis 15 Uhr unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 240 014 erreichbar.

Kostenloser Online-Rechner

Hier finden Sie den Kinderbetreungsgeld-Online-Rechner für Geburten ab dem 1. März 2017: www.bmfj.gv.at