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Die Bedeutung des Vaters im Leben des Kindes

Die Bedeutung des Vaters im Leben des Kindes

Fünf Wochen nach dem Muttertag sind nun die Väter an der Reihe: Diesen Sonntag ist Vatertag! Wie wichtig der Papa für die Entwicklung des Kindes ist, zeigen Studien aus den vergangenen Jahren. Aus diesem Grund setzt sich der Vorarlberger Familienverband seit einigen Jahren vehement dafür ein, dass Männer ihre Rolle als Vater stärker wahrnehmen. Der Verein will dazu beitragen, dass sich ein modernes Väterbild nachhaltig in der Gesellschaft verankert.

Seit knapp vier Jahren betreibt der Vorarlberger Familienverband das Projekt „Vater sein“. Im Rahmen des Projekts organisiert der Verein Vater-Kind-Veranstaltungen. Von der Bachwanderung bis zum Graffitiworkshop wird den Papas und Kindern eine Menge geboten. Ziel des Projekts ist es, Väter für ihre Rolle als Papa zu sensibilisieren. Sie sollen nicht nur eine schöne Zeit mit ihren Kindern verbringen, sondern auch ein Verständnis dafür bekommen, wie wichtig sie für ihre Kinder sind. Ebenso bietet der Verein verschiedene Vorträge und Workshops für Männer an.

Beim Online-Vortrag von Mag. Harald Anderle am Donnerstagabend wurden Väter über „Die Bedeutung des Vaters im Leben des Kindes“ informiert. „Für die junge Väter-Generation zählen ganz andere Werte. Sie wollen langfristig mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen – nicht nur während einer kurzen Väterkarenz – und erkennen den Mehrwert für sich selbst, die Kinder und die Paarbeziehung“, erklärt Katharina Fuchs vom Vorarlberger Familienverband.

Aus dem aktuellen Familienbericht geht hervor, dass über 60 % der Väter mit schulpflichtigen Kindern und 58 % der Väter mit Kindern unter sechs Jahren mehr Zeit mit ihrer Familie verbringen wollen. Laut Zeitverwendungsstudien wird dieser Wunsch auch zunehmend realisiert. Das Rollenbewusstsein hat sich also verändert. Nichtsdestotrotz gibt es vor allem in Vorarlberg immer noch einiges zu tun. „Nur rund 10% der Väter in Vorarlberg nehmen die Möglichkeit wahr, in Karenz zu gehen. Das liegt vor allem an veralteten Strukturen. Die Akzeptanz und Toleranz für die Väterkarenz fehlen. Die Angst vor dem Karriereknick ist zu groß. Es braucht Role-Models, um die Väterkarenz zu pushen. Außerdem muss es für Unternehmen noch attraktiver gemacht werden, familienfreundliche Maßnahmen zu implementieren“, fordert Fuchs.

Vereinbarkeit ist längst kein Frauenthema mehr.  Zwar sind Fortschritte in den letzten Jahren erkennbar, doch es gibt noch eine Menge zu tun. Auch deshalb will der Familienverband seine Väterarbeit in den nächsten Jahren weiter forcieren.

Presseaussendung vom 11.06.2021