Der Katholische Familienverband begrüßt die geplante Ausweitung des Unterhaltsvorschusses auf alle Kinder als wichtigen Fortschritt für Alleinerziehende. Wie wirksam der angekündigte Unterstützungsfonds tatsächlich ist, wird sich nach der Umsetzung zeigen.
Wien, 5. Mai 2026. „Seit über 20 Jahren fordern wir regelmäßig einen Unterhaltsvorschuss für alle Kinder – nicht nur für jene, deren Väter unterhaltsfähig sind. Dass dies jetzt umgesetzt werden soll, ist ein Meilenstein“, sagt Judith Tscheppe, Vizepräsidentin des Katholischen Familienverbandes. Bislang gibt es für Alleinerziehende nur dann Unterhaltsvorschuss, wenn die Aussicht besteht, dass der Vorschuss vom unterhaltspflichtigen Elternteil zurückbezahlt werden kann.
Sozialministerin Korinna Schumann kündigte am Wochenende nun einen Unterstützungsfonds für Alleinerziehende an, der entsprechende Gesetzesentwurf ist in Begutachtung. „Wir werden als größte, überparteiliche Familienorganisation natürlich eine Stellungnahme abgeben und freuen uns sehr, dass alleinerziehende Familien damit in den Fokus rücken“, sagt Tscheppe, die gespannt ist, wie sich die
35 Mio. Euro aufteilen. Denn ein Teil dieser Summe ist auch als Starthilfe für Frauen, die von Gewalt betroffen sind, reserviert. Ob die Summe insgesamt ausreicht, um beides abzudecken, und was das konkret für die Betroffenen bedeutet, wird die erste Stufe der Evaluierung zeigen, die bis spätestens 31. Jänner 2029 erfolgen soll.