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Lukas Moosbrugger

Führen die Belastungen der Pandemie zu mehr Gewalt an Kindern?

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Führen die Belastungen der Pandemie zu mehr Gewalt an Kindern?

Ein Drittel der Vorarlberger gaben bei einer Umfrage des Familienverbands an, dass Streit und Konflikte in der Familie während der Pandemie zugenommen haben. Der Familienverband begrüßt daher das Maßnahmenpaket der Bundesregierung gegen die Gewalt an Frauen, möchte aber auch darauf aufmerksam machen, dass bei der Umsetzung des Pakets nicht auf die Gewalt an Kindern vergessen wird.

Das Stressniveau in vielen Familien ist während der Coronakrise gestiegen. Doch was war los hinter den verschlossenen Türen von Familienwohnungen, während Schulen und Kindergärten geschlossen waren?  „Vielen Menschen ist nicht bewusst, was alles Gewalt ist. Gewalt an Kindern kennt viele Formen und geschieht oft auch subtil und unbewusst“, erklärt Katharina Fuchs, politische Sprecherin des Vorarlberger Familienverbands.

Während des Lockdowns haben viele Kinder den Kontakt zu anderen Erwachsenen verloren. Sie waren nicht mehr in Vereinen tätig und auch Schulen und Kindergärten blieben geschlossen, weshalb sie keinen Bezug zu Erwachsenen außerhalb der eigenen Familie hatten. Diese Kontaktpersonen sind aber wichtig, da sie oftmals schnell merken, wenn Kinder Probleme haben. „Die zunehmenden Existenzsorgen vieler Eltern werden dazu beitragen, dass sich die Situation in Familien nicht entspannt. Eine Folge dieser Unsicherheit könnte beispielsweise erhöhter Alkoholkonsum sein. Alkohol ist bekanntlich oft ein Auslöser von Gewalt in Familien. Hier gilt es genau hinzuschauen und zu unterstützen. Auch psychische Gewalt in der Familie ist ein großes Problem“, führt Fuchs aus.

Kinder und Jugendliche befinden sich aktuell in einer sozialen Armutslage. Die Stärkung der sozialen Verbundenheit muss für die Kinder im Vordergrund stehen. Sie brauchen auch den Bezug zu Gleichaltrigen und die Auseinandersetzung mit ihnen.

Ein weiteres Ergebnis der Umfrage des Familienverbands zeigt, dass sich fast 70% aller Familien Sorgen, um das seelische Wohlbefinden ihrer Kinder machen. „Der fehlende Kontakt zu Gleichaltrigen durch die Schulschließung schadete den Kindern. Es sollte daher nicht nur Stellenwert daraufgelegt werden, die Schulen mit allen Mitteln offen zu halten, sondern auch Angebote für Kinder zu schaffen, um diesem Problem entgegenzuwirken und das Miteinander wieder in den Fokus zu legen,“ ergänzt Katharina Fuchs.

Darüber hinaus fordert der Familienverband, dass die Ressourcen in der Schulsozialarbeit und der pädagogischen Beratung ausgebaut werden. „Kinder und Jugendliche müssen wissen an wen sie sich wenden können, wie sie auf sich aufmerksam machen und mit ihrer Not wahrgenommen werden“, meint die politische Sprecherin des Familienverbands.

© www.pixabay.com

Corona lässt Familie noch wichtiger werden

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Corona lässt Familie noch wichtiger werden

Der Stellenwert der Familie nimmt vor allem bei jungen Erwachsenen zu. Der Vorarlberger Familienverband fordert daher, dass die Politik dieser Entwicklung Rechnung trägt und in der Krise nicht auf die Interessen der Familien vergisst. Die Pandemie und die damit verbundene Reduzierung der Kontakte außerhalb der Familie, hat diese Tendenz noch verstärkt, wie eine Umfrage des Vorarlberger Familienverbands aus dem März 2021 zeigt.

Rund die Hälfte der Teilnehmer*innen der Befragung des Vereins zum Thema „Wie geht es Familien in der Corona Krise” gaben an, dass der Zusammenhalt in der Familie während der Pandemie zugenommen hat.

Entgegen der öffentlichen Wahrnehmung, dass für junge Menschen nur die eigene berufliche Karriere eine hohe Priorität hat, zeigen auch die Ergebnisse des European Values Survey, dass bei der jüngeren Generation ein Bedeutungszuwachs des Lebensbereichs Familie erkennbar ist.

Väter haben im vergangenen Jahr die Qualität von flexiblen Arbeitszeiten, Homeoffice, Mittagessen mit Kindern und Zeitersparnis durch wegfallende Fahrtzeiten kennen- und schätzen gelernt. Das gilt es zu nützen. Wir brauchen zukünftig flexiblere Modelle für eine partnerschaftliche Aufteilung der Kinderbetreuung“, meint Katharina Fuchs, politische Sprecherin des Vorarlberger Familienverbands.

Der aktuelle Familienbericht der Bundesregierung legt dar, dass die zunehmende Bedeutung von Familie sich sowohl am Stellenwert der Herkunftsfamilie als auch am ausgeprägten Wunsch eine eigene Familie mit Kindern zu gründen, ablesen lässt.

Daher appelliert der Vorarlberger Familienverband an die Politik, dass der Fokus in der Pandemie nicht nur darauf liegen darf die Wirtschaft wieder anzukurbeln, sondern auch Familien in allen Lebensbereichen bestmöglich unterstützt werden müssen.

Abwechslung und Unbeschwertheit im Alltag fehlen sehr vielen. Die Vielfalt des Familienlebens wurde sehr reduziert. „Und täglich grüßt das Murmeltier“ wird für viele zur Belastung. Es braucht daher weiterhin finanzielle Unterstützung für leistbare Ferienbetreuung und Freizeitaktivitäten“, meint Katharina Fuchs.

Steuertipps für Familien

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Steuertipps für Familien

Wie Eltern mit Kindern Steuern sparen können

Die Broschüre listet alle steuerlichen Entlastungen, die es für Familien mit Kindern gibt, übersichtlich und gut verständlich auf. Neben dem Familienbonus Plus, den Kindermehrbetrag und den unterschiedlichen Absetzbeträgen wird ausführlich darauf eingegangen, welche Kosten als außergewöhnliche Belastungen mit ohne Selbstbehalt steuerlich geltend gemacht werden kann. Zusätzlich gibt es noch allgemeine, wissenswerte Informationen rund um den Steuerausgleich.

Die 20-seitige A5-Broschüre kostet 3 Euro zzgl. Versandgebühren; kostenlos gegen Versandgebühren für Mitglieder des Vorarlberger Familienverbands.

Hier kostenlos herunterladen

Bestellung:
Vorarlberger Familienverband
Tel.: 05574 47671
E-Mail: info@familie.or.at

Femail: „Weil es Zeit ist“ – Start der Kampagne gegen psychische Gewalt an Frauen

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40 Prozent der Frauen von psychischer Gewalt betroffen – auch in Vorarlberg

40 Prozent der Frauen sind von psychischer Gewalt betroffen. Diese Zahl stammt ursprünglich aus Studien, die Europa beziehungsweise Österreich weit durchgeführt wurden. Wer jetzt aber glaubt,  sie treffe nicht für Vorarlberg zu, irrt. Denn erste Umfrageergebnisse aus Vorarlberg, die wir im  Rahmen unseres Projekts erhalten haben, bestätigen diese Zahl.

Das hängt mitunter auch damit zusammen, dass sich psychische Gewalt – anders als viele andere  Gewaltformen – nicht auf den Bereich der Partnergewalt beschränkt. Auch am Arbeitsplatz, in der  Familie oder anderen sozialen Nahräumen kommt psychische Gewalt häufig vor.

Und solche Entwertungen und Herabsetzungen sind nur eine von vielen  Formen psychischer Gewalt.  Psychische Gewalt als Eintrittstor für weiter Gewaltformen  Egal wo seelische oder psychische Gewalt auftritt oder in welcher Form – sie ist häufig  Ausgangspunkt und Türöffner für weitere Gewalt, der Frauen und Mädchen ausgesetzt sind.

Die Femizide sind tragische Spitze des Eisbergs. Denn psychische Gewalt tritt als eigenständige  Gewaltform auf, ABER psychische Gewalt ist immer Teil der anderen Gewaltformen. Und mit  psychischer Gewalt beginnt oft die „Gewaltspirale“, die im aktuellen Fall zum Femizid – also den  Mord einer Frau durch ihren Partner geführt hat.

Wir im femail FrauenInformationszentrum haben deshalb Mitte des Jahres 2020 das Projekt „Wertvoll und stark!“ bei einem Österreichweiten Fördercall eingereicht. Ein Projekt zur Prävention  psychischer Gewalt an Frauen in Vorarlberg.  Es ist uns gelungen, das Projekt durch das Bundeskanzleramt/Frauenministerin und den  Landesgesundheitsförderungsfonds Vorarlberg zu finanzieren.  Darauf sind wir stolz, vor allem aber sind wir froh, denn durch die Finanzierung können wir erste Schritte gehen und Maßnahmen setzen, um die Lebensqualität von betroffenen Frauen in  Vorarlberg zu verbessern.

Zu diesen Maßnahmen zählen:

  • eine repräsentative Erhebung in der Vorarlberger Bevölkerung zur Wahrnehmung von und Erfahrung mit psychischer Gewalt,
  • eine Medienanalyse, wie Vorarlberger Medien generell über das Thema Gewalt an Frauen berichten,
  • die Entwicklung eines Screening-Instruments für Fachkräfte, um in Gesprächskontexten besser auf die Fährte dieser Gewaltform zu kommen und mit betroffenen Frauen ggf. früher aktiv werden zu können,
  • eine Fachveranstaltung zum Thema (Primär)prävention von Gewalt am 29. Juni 2021,
  • die Entwicklung von verschiedenen Workshopangeboten für Frauen, die wir im femail  dauerhaft anbieten können sowie
  • die Kampagne zur Sensibilisierung der Bevölkerung gegenüber dieser Gewaltform, die oft  mitgemeint aber sehr selten konkret benannt wird.

„Reelle oder gefühlte Macht gegenüber Frauen findet durch Formen von psychischer Gewalt oft  ihren Ausdruck – und das nicht nur im häuslichen Umfeld, sondern häufig auch am Arbeitsplatz.  Psychische Gewalt ist dadurch jene Gewaltform, der Frauen am häufigsten ausgesetzt sind.“ Lea Putz-Erath, Geschäftsführerin femail FrauenInformationszentrum

Über femail – FrauenInformationszentrum
femail ist Vorarlbergs Informations- und Servicestelle für Frauen und Plattform für innovative Ideen in Frauen- und Genderfragen in Vorarlberg. Unser Anliegen ist die eigenständige und sichere  Lebensgestaltung von Frauen. Unsere Spezialistinnen bieten für fast alle Lebensbereiche fachkundige Absicherung und Integration. Ziel unseres Engagements ist die Gleichstellung von Frauen und Männern.

Die Kampagnenseite www.weileszeitist.at ist inzwischen live – für weitere Hintergrundinformationen und auch alle Videoclips.

Quelle: Pressemitteilung femial FrauenInformationszentrum zur Pressekonferenz am 03.05.2021

Podcast

Wenn sich Corona als Schatten auf die Seelen unserer Kinder legt

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Immer deutlicher zeigen sich die Auswirkungen der Pandemie bei Kindern und Jugendlichen. Sie leiden unter Isolation, den vielen Unsicherheiten und vor allem am Mangel an persönlichen Kontakten mit Gleichaltrigen. Wer hilft Eltern und Kindern, wenn die Veränderungen des Kindes Grund zur Sorge geben?

„Stay at home“ bedeutet für Kinder noch mehr wie für uns Erwachsenen enorme Einschränkungen. Die Familie, so wichtig sie auch ist, kann nicht alle Entwicklungsbedürfnisse eines Kindes abdecken. Besonders deutlich wird das im Jugendalter, in dem es auch um Ablösung geht. Wie kann sich ein Jugendlicher ablösen, wenn er nicht einmal die Wohnung verlassen soll. So kommt es, und das erleben viele Eltern gerade, dass das eigene Zimmer und der mediale Raum die „einzigen Rückzugsorte“ für heranwachsende Kinder sind und intensiv genutzt werden. Viele Eltern machen sich zurecht Sorgen, um die gute Entwicklung ihrer Kinder. Das EFZ und wir haben eine Reihe von Unterstützungsmöglichkeiten, sowohl für Eltern als auch für Kinder und Jugendliche. Scheuen Sie sich nicht Hilfe in Anspruch zu nehmen!

Telefonseelsorge Vorarlberg
Anonyme Beratung rund um die Uhr unter der Telefonnummer 142
Mailberatung

AHA Kinder- und Jugendberatung Vorarlberg
www.aha.or.at/beratungsstellen-vorarlberg

Kinder- und Jugendanwaltschaft Vorarlberg
vorarlberg.kija.at

Ehe- und Familienzentrum –  Beratungsstelle
www.efz.at

Institut für Sozialdienste – Beratungsstellen
www.ifs.at/geschaeftsfelder-fachbereiche/beratungsdienste.htm
www.ifs.at/jugendberatung-muehletor.html

Stiftung Maria Ebene – Suchtberatungsstellen
clean.mariaebene.at/

Caritas – Suchtfachstellen
www.caritas-vorarlberg.at/unsere-angebote/sucht/suchtfachstellen/

 

Quelle: https://www.kath-kirche-vorarlberg.at/organisation/elternbildung/artikel/wenn-sich-corona-als-schatten-auf-die-seelen-unserer-kinder-legt

6. Österreichische Familienbericht

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Der Österreichische Familienbericht erscheint seit 1969 im Zehnjahresintervall und beinhaltet die wissenschaftliche Aufbereitung familienspezifischer Themen und Entwicklungen.

Der 6. Österreichische Familienbericht analysiert den Zeitraum 2009-2019 und wurde am 21. April 2021 von Familienministerin Susanne Raab (ÖVP) präsentiert. Der Familienverband hat einige der wichtigste Punkte für Familien zusammegefasst:

 

Demografische Entwicklung

Die österreichische Bevölkerung ist auch im letzten Jahrzehnt gewachsen – und gealtert. Frauen werden immer später Mütter. Zwei Kinder sind die häufigste Familienform. In Bezug auf das Partnerschaftsverhalten zeigt sich, dass nichteheliche Partnerschaften zunahmen.

Die bestehende Vielfalt von Familie lässt sich anhand der unterschiedlichen Familienformen abbilden. So sind derzeit etwa 45 % der Familien Paare mit Kindern, 13 % Ein-Eltern-Familien und 42% Paare ohne Kinder. Anzahl und Anteil der Ein-Personen-Haushalte werden zunehmen.

Familiengründung hat zwar für junge Menschen oberste Priorität, sie ist aber mit Blick auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie mit Herausforderungen verbunden. Der in Österreich ermittelte Kinderwunsch von durchschnittlich 2,1 Kindern ist erheblich höher als die derzeit ausgewiesene Fertilität von 1,5.

Rollenbilder

Traditionelle Geschlechterbilder haben an Bedeutung verloren. Was die Väterbeteiligung in der Familie betrifft, so zeigt der Bericht, dass Männer eine verstärkte Verantwortung spüren, sich in der Familie zu beteiligen. Über 60 % der Väter mit schulpflichtigen Kindern und 58 % der Väter mit Kindern unter 6 Jahren wollen mehr Zeit mit ihrer Familie verbringen. Laut Zeitverwendungsstudien wird dieser Wunsch auch zunehmend realisiert.

Berechnungen auf Basis des Generations and Gender Programme bestätigen, dass es auch bei Vätern einen Vereinbarkeitskonflikt gibt. Väter in Partnerschaften mit jungen Kindern haben ein ähnlich hohes Vereinbarkeitsdruckempfinden wie Alleinerzieherinnen.

Traditionelle Geschlechterbilder, wonach der Mann das Geld verdiene und die Frau für die Betreuung der Kinder zuständig sei, haben weiter an Zustimmung verloren

Familienleistungen

Österreich hat im vergangenen Jahrzehnt seine finanziellen Leistungen und Entlastungen für Familien deutlich ausgebaut. Das Familienlastenausgleichsgesetz wurde 2009 bis 2018 insgesamt 25 Mal novelliert. Dies brachte u. a. drei Erhöhungen der Familienbeihilfe.

Was die Familienleistungen betrifft liegt Österreich EU-weit in den Top 3 nach Luxemburg und Estland. 10 Prozent des Gesamtbudgets gehen an die Familien. So wurden etwa im Jahr 2019 mehr als sieben Milliarden Euro an Familienleistungen aus dem Familienlastenausgleichsfonds (FLAF). Der 2019 eingeführte Familienbonus Plus ist ein Meilenstein, der die Familien entlastet.

Der Familienbonus Plus ersetzt seit 2019 den Kinderfreibetrag und die steuerliche Abzugsfähigkeit der Kinderbetreuungskosten und kann für alle Kinder beantragt werden für die Familienhilfe bezogen wird. Insgesamt dürfte die Wirkung dieser Reform dem Ziel, vor allem berufstätige bzw. einkommensteuerleistende Familien zu entlasten, entsprechen

Armut in Österreich

Verglichen mit anderen europäischen Ländern sind die Armutsquoten in Österreich gering. Haushalte mit mehreren Kindern und Alleinerziehende sind häufiger von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen als der Durchschnitt der Bevölkerung. Sozial- und Familienleistungen verringern deren Armut. Vier von zehn Alleinstehenden mit Kindern sind armutsgefährdet. Armut ist aber kein Dauerzustand – Familienleistungen wirken.

Familienrecht

In den vergangenen zehn Jahren wurde das Familienrecht grundlegend weiterentwickelt und an gesellschaftliche Entwicklungen angepasst – der Begriff des Kindeswohls wurde im Gesetz konkretisiert, Patchworkfamilien Konstellationen werden besser berücksichtigt, eingetragene Partnerschaften sind neben der Ehe nunmehr möglich, neue Beratungsangebote können im Zuge von Pflegschaftsstreitigkeiten nun auch aufgetragen werden, die Wartezeit auf den Unterhaltsvorschuss wurde verkürzt, das Ehegüter- und das Erbrecht wurden so wie auch der Erwachsenenschutz modernisiert.

Vereinbarkeit

Neben dem Ausgleich von finanziellen Lasten für Familien und der Förderung von Geburten ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Mütter und Väter in Europa ein wichtiges familienpolitisches Ziel geworden.

Das Spannungsfeld zwischen entgeltlicher Erwerbs- und unentgeltlicher Familienarbeit hat durch steigende weibliche Erwerbstätigkeit und gestiegenen Koordinationsaufwand von Arbeits- und Familienleben an Bedeutung gewonnen. Neben betrieblichen Maßnahmen, wie Gleitzeit, Telearbeit und Homeoffice kann vor allem die partnerschaftliche Aufteilung der Familienarbeit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wesentlich erleichtern. Dennoch bleibt das Thema vor allem für Frauen sehr relevant. Die Situation hat sich in den letzten Jahren leicht verbessert.

Kinderbetreuung

Die Elementarbildungsangebote für Kinder vor dem Schuleintritt sowie die Nachmittagsbetreuungsangebote für Schulkinder wurden in den vergangenen Jahren deutlich ausgeweitet. Speziell vor dem Schuleintritt steht ein vielfältiges Angebot zur Verfügung. Seit Beginn der Ausbauinitiative 2008 hat sich die Zahl der betreuten unter 3-Jährigen mehr als verdoppelt.

Ehe

In den letzten zehn Jahren gab es erstmals seit Jahrzehnten einen Rückgang der Scheidungsquoten. Im Jahr 2018 lag die Scheidungsrate bei nur noch 41 %.

 

Hier finden Sie den Familienbericht:
https://www.bundeskanzleramt.gv.at/agenda/familie/familienpolitik/Familienforschung/familienbericht.html

Familienpaket des Landes Vorarlberg für den Sommer 2021

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Die Vorarlberger Landesregierung präsentierte am Dienstag das Familienpaket für 2021. Mit zusätzlichen 1,73 Millionen Euro soll ein attraktives und und verlässliches Kinderbetreuungs- und -bildungsangebot in den Sommer- bzw. Ferienmonaten zur Verfügung gestellt werden.

„Die Unterstützung, die im letzten Jahr geboten wurde, ist bei den Familien auf großen Zuspruch gestoßen. Viele bewährte Maßnahmen werden daher verlängert“, so Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) und Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink (ÖVP) am Dienstag im Pressefoyer.

Großeltern, die mit ihren Enkelkindern unterwegs sind, können so wieder mit dem Familienpass zum stark reduzierten Preis das Bahn und -Busangebot des Vorarlberger Verkehrsverbundes nützen, Elternbeiträge werden zu 50 Prozent übernommen und in den Volkshochschulen, den Lerncafés und der Sommerschule wird zusätzliche Unterstützung in der Lern- und Nachhilfe geboten.

„Nach wie vor prägt die Pandemiebekämpfung unseren Alltag in fast allen Bereichen, was insbesondere für die Familien eine enorme Herausforderung bedeutet. In dieser Situation wollen wir ihnen bestmögliche Entlastung bieten und den Eltern mit einem guten Angebot an Sommerbetreuung für die Kinder aktiv zur Seite zu stehen“, so der Landeshauptmann.

Entlastung bei Elternbeiträgen

Als direkte Maßnahme für Familien übernimmt das Land, wie bereits im Vorjahr, 50 Prozent der Beiträge, die für Eltern in der Sommerbetreuung bei elementarpädagogischen Einrichtungen bzw. Schülerbetreuung anfallen. Diese Förderung umfasst ein geschätztes Gesamtinvestitionsvolumen von 800.000 Euro.

Geförderte Sommerkurse der Volkshochschulen

Mit den Sommerkursen der Volkshochschulen Bludenz, Bregenz, Götzis und Hohenems werden seit vielen Jahren Schülerinnen und Schüler gezielt auf das kommende Schuljahr vorbereitet. Unabhängig von ihren schulischen Leistungen sind sie offen für alle Kinder und Jugendlichen und zeichnen sich vor allem durch die individuelle Förderung in Kleingruppen und einem professionellen Team von Pädagoginnen und Pädagogen aus.

Durch die im letzten Jahr gewährte Sonderförderung konnten die Sommerkurse der VHS zu einem einheitlichen Kurstarif von 40 Euro pro Person und Woche angeboten werden. Dadurch hatte auch Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien die Chance, ihre Lerndefizite aufzuarbeiten. Insgesamt 626 Schülerinnen und Schüler haben von diesem Angebot profitiert. Diese Sonderförderung wird auch im Jahr 2021 gewährt werden und dient als Ergänzung zur Sommerschule des Bundes. Das Land nimmt dafür 90.000 Euro in die Hand.

Kostenlose Sommerschule

Die Sommerschule wird in Vorarlberg von 30. August bis 10. September 2021 mit Schwerpunkt Deutsch, Mathe und Sachkunde stattfinden, an ausgewählten Schulstandorten jeweils montags bis freitags von 8:00 bis 12:00 Uhr. Die kostenfreie Aktion richtet sich vor allem an außerordentliche Schülerinnen und Schüler mit mangelnden Deutschkenntnissen, Schülerinnen und Schüler der Volksschule, die Aufholbedarf in den Unterrichtsgegenständen Deutsch, Mathematik und Sachunterricht haben, sowie an Schülerinnen und Schüler der Mittelschule und AHS-Unterstufe, die Aufholbedarf in den Unterrichtsgegenständen Deutsch und Mathematik haben. Die Sommerschule ist nicht verpflichtend.

Doppelt so viele Standorte

In diesem Jahr wurden die Standorte verdoppelt. Über 2.500 Schülerinnen und Schüler werden an ca. 60 Standorten zusätzliche Förderung und Unterstützung erhalten. Unterrichten werden neben Lehrkräften auch wieder Lehramtsstudierende von Pädagogischen Hochschulen und Universitäten. Lehrkräfte (auch pensionierte) können sich freiwillig für die Sommerschule melden. Für ihre Tätigkeit werden sie vom Land entlohnt.

Lerncafés der Caritas

Wie im letzten Jahr wird auch heuer das Angebot der Caritas Lerncafés unterstützt. Die Lerncafés wurden ausgeweitet und haben teilweise auf Distance-Learning umgestellt. Zudem wird ein besonderer Fokus auf die Elternarbeit gelegt. So können Schülerinnen und Schüler aus schwierigen sozialen Verhältnissen frühzeitiger in die Bildung gebracht werden und allfällige Rückschritte aufholen. Somit sollte ein leichterer Start in das Schuljahr gelingen. Das Land Vorarlberg nimmt für den Sommer 2021 hierfür 150.000 Euro in die Hand.

Öffi-Spezialtarif für Großeltern mit Enkeln

Seit dem Vorjahr können Großeltern in Vorarlberg Bus und Bahn zum Vorteilspreis benützen, wenn sie mit ihren Enkelkindern und dem Vorarlberger Familienpass unterwegs sind. Diese attraktive Tarifaktion wird bis Ende 2021 verlängert. Das Land bringt dafür 355.000 Euro auf.

Neben dem ermäßigten VVV-Tarif für Großeltern, die mit ihren Enkeln und dem Vorarlberger Familienpass unterwegs sind, ermöglicht der Familienpass auch einen preisgünstigen und familienfreundlichen Zugang zu verschiedenen Sport-, Kultur-, Elternbildungs- und Freizeiteinrichtungen.

V-Card zum Vorzugspreis

Die V-CARD von Vorarlberg Tourismus kann mit dem Vorarlberger Familienpass im Sommer 2021 zum Vorzugspreis erworben werden. Jedes der 86 verzeichneten Ausflugsziele in Vorarlberg und Liechtenstein lässt sich mit der Karte ab 1. Mai bis 31. Oktober 2020 einmal kostenlos besuchen. Einige Bonuspartner gewähren den vergünstigten Tarif mehrmals. Zu den Ausflugszielen gehören Schwimmbäder, Bergbahnen, Museen u.v.m. Mit dem Familienpass bezahlt ein eingetragener Erwachsener statt 69 Euro nur 46 Euro (gilt auch für Großeltern anstelle der Eltern). Kinder von sechs bis 15 Jahren (Jahrgang 2006 bis 2014) zahlen 23 Euro statt 34,50 Euro. Die Ermäßigung gilt, wenn mindestens zwei Personen die V-Card kaufen.

Außerschulische Freizeitbetreuung

Neben der institutionalisierten Ferienbetreuung – im Kinderbetreuungsatlas der Arbeiterkammer Vorarlberg sind die Angebote der Tageseltern, der Spielgruppen, Kinderbetreuungseinrichtungen und Kindergärten im ganzen Land abrufbar – gibt es zahlreiche andere Angebote im Bereich der außerschulischen Freizeitbetreuung für Kinder. Auf den Internetseiten der aha – Jugendinfo Vorarlberg finden sich viele nützliche Informationen zu den verschiedensten Feriencamps.

Sommerprogramm in Städten und Gemeinden

Damit in den Ferien keine Langeweile aufkommt, bieten auch zahlreiche Vorarlberger Städte und Gemeinden vor Ort ein vielfältiges und buntes Sommerprogramm an. Diese Ferienangebote – speziell jene für Kinder und Jugendliche ab dem Volksschulalter – werden meist in Kooperation mit verschiedenen Vereinen, Institutionen und Privatpersonen durchgeführt. Sie sind breit gefächert von Natur über Sport, Kreativität, Musik, soziales Engagement usw. und je nach Gemeinde unterschiedlich. Weitere Informationen erhalten Sie in der jeweiligen Wohnsitzgemeinde.

Familienwochen-Angebote

Die Familienwochen-Angebote im Jugendheim Lech-Stubenbach, im JUFA Hotel Bregenz im JUFA Hotel Montafon und heuer erstmals auch im JUFA Laterns bieten Familien mit Kindern wieder die Möglichkeit, gemeinsam attraktive und kostengünstige Ferienaufenthalte am Bodensee oder in den Bergen zu genießen. Voraussetzung ist der Vorarlberger Familienpass.

Ziel des Angebotes ist es, Familien zu unterstützen und den Zusammenhalt in der Familie zu stärken, indem Eltern und ihre Kinder abseits des beruflichen bzw. schulischen Alltags miteinander Zeit verbringen und etwas unternehmen können. Die Familienwochen sind mit günstigen Konditionen eine wohltuende Alternative, wenn das Urlaubsbudget begrenzt ist – für kinderreiche Familien ebenso wie für Eltern mit Kleinkindern oder für alleinerziehende Mütter und Väter.

Familienwochen-Termine 2021:

  • Lech-Stubenbach: 12. Juli – 11. September 2021
  • JUFA-Hotel Montafon: 09. Juli – 12. September 2021
  • JUFA-Hotel Bregenz: 07. Juli – 16. Juli und 23. August – 12. September 2021
  • JUFA-Hotel Laterns: 09. Juli – 12. September 2021

Nähere Auskünfte zu den Familienwochen gibt es im Internet oder direkt bei den teilnehmenden Unterkünften (siehe Linkliste unten).

Ferienwoche des Ehe- und Familienzentrums
Im Sommer 2021 findet die Ferienwoche des Ehe- und Familienzentrums statt. Diese ermöglichen den Familien den Alltag für eine Zeit hinter sich zu lassen. Für die Eltern und die Kinder wird jeweils eine Freizeit- bzw. pädagogisches Programm geboten.
Nähere Auskünfte gibt es online.

Familienpass mit der Familienpass-App

Mit dem Familienpass können viele Freizeitangebote vergünstigt in Anspruch genommen werden. Alle Angebote finden sich auch in der Familienpass-App, die sich kostenlos im App-Store und im Google Play downloaden lässt. Mit den Push-Mitteilungen des Vorarlberger Familienpasses werden Familien ab Beginn der Ferien immer sofort informiert, wenn es neue Familienpass-Aktionen gibt. Die Push-Mitteilungen lassen sich einfach mit dem aktuellen Update der Familienpass-App aktivieren.

Quelle: red, vorarlberg.ORF.at

Fahrrad flicken mit dem Papa

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Gemeinsam mit der Offenen Jugendarbeit Dornbirn organisierte der Vorarlberger Familienverband am Wochenende die Aktion “Fahrrad flicken mit dem Papa”. Väter und Kinder erhielten am Freitagnachmittag verschiedene Videos, welche zeigten wie Fahrräder mit einigen Handgriffen wieder auf Vordermann gebracht werden können. Die Videos wurden von der Offenen Jugendarbeit Dornbirn gedreht.

Darüber hinaus boten wir den Teilnehmern an, dass sie Fahrradflickzeug bei uns abholen können. Damit konnten wir garantieren, dass auch alle Vater-Kind-Duos das richtige Werkzeug für die Aktion hatten.

Insgesamt 10 Väter nahmen mit ihren Kindern an der Aktion teil. Zusammen wurden die Fahrräder dann am Wochenende fit für den Sommer gemacht. Damit steht nun einer Radtour in den nächsten Wochen nichts mehr im Wege. Außerdem können die Teilnehmer auch in Zukunft auf die Videos zurückgreifen, sollten ihre Fahrräder wieder einmal Pflege brauchen.

An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Vätern und Kindern für ihre Teilnahme bedanken und wünschen ihnen viel Spaß beim Fahrradfahren.

Die Veranstaltung wurde im Rahmen des Projekts Vater sein! durchgeführt. Das Projekt wird vom Land Vorarlberg gefördert.