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Finanzielle Sorgen von Familien nehmen zu

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Finanzielle Sorgen von Familien nehmen zu

Die Pandemie stellt viele Familien vor enorme finanzielle Probleme. Besonders betroffen von der Krise sind Alleinerziehende und Großfamilien. Der im April 2020 ins Leben gerufene Corona-Familienhärtefonds soll Familien in der aktuellen schweren Situation helfen. Jedoch ist der Fonds nur unter bestimmten Voraussetzungen für Familien zugänglich und kann für maximal drei Monate in Anspruch genommen werden. Der Vorarlberger Familienverband fordert daher weitere finanzielle Unterstützungen für Familien.

Wie haben sich Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit auf die finanzielle Situation von Familien ausgewirkt? Laut Statistik Austria galten 2020 rund 13,9 Prozent der österreichischen Bevölkerung als armutsgefährdet. Die Coronakrise hat die Geldprobleme von Familien forciert. „Viele Familien haben sich im letzten Jahr mit Erspartem über die Runden geholfen oder haben sich verschuldet. Finanzielle Sorgen können zu einer psychischen Dauerbelastung werden. Wir dürfen nicht zulassen, dass Kinder die Leidtragenden sind und in ihren Chancen eingeschränkt werden“, meint Katharina Fuchs, Sprecherin des Vorarlberger Familienverbands.

Seit 15. April 2020 können Familien, die aufgrund der Corona-Krise in eine finanzielle Notsituation geraten sind, eine Unterstützung aus dem Corona-Familienhärtefonds beantragen. Das Nettoeinkommen der Familie darf allerdings eine bestimmte Grenze nicht überschreiten. Insgesamt kann der Härtefonds für drei Monate geltend gemacht werden. Zusätzlich können Familien einmalig auch den Härtefonds-Zuschuss der AK Vorarlberg beantragen.

Studien der Universität Wien und des Instituts für Höhere Studien aus dem Frühjahr 2021 zeigen, dass trotz Ersatzleistungen und Härtefonds, aktuell viele Familien in eine finanzielle Notsituation gelangen. Die Einkommenseinbußen erschwerten vor allem die Lage von jungen Familien. Insgesamt griff jede fünfte Familie auf Ersparnisse zurück oder verschuldete sich, um sich den Lebensunterhalt zu sichern. Alleinerziehende und Familien mit drei oder mehr Kindern sind von der Armutsgefährdung besonders betroffen. „Familien brauchen langfristige finanzielle Sicherheit. Wenn das Wohl der Kinder im Mittelpunkt stehen soll, reichen kurzzeitige Überbrückungshilfen nicht aus. Es braucht daher zusätzliche finanzielle Unterstützung für betroffene Familien“, erklärt Katharina Fuchs.

Presseaussendung vom 27.05.2021

Steuertipps für Familien

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Steuertipps für Familien

Wie Eltern mit Kindern Steuern sparen können

Die Broschüre listet alle steuerlichen Entlastungen, die es für Familien mit Kindern gibt, übersichtlich und gut verständlich auf. Neben dem Familienbonus Plus, den Kindermehrbetrag und den unterschiedlichen Absetzbeträgen wird ausführlich darauf eingegangen, welche Kosten als außergewöhnliche Belastungen mit ohne Selbstbehalt steuerlich geltend gemacht werden kann. Zusätzlich gibt es noch allgemeine, wissenswerte Informationen rund um den Steuerausgleich.

Die 20-seitige A5-Broschüre kostet 3 Euro zzgl. Versandgebühren; kostenlos gegen Versandgebühren für Mitglieder des Vorarlberger Familienverbands.

Hier kostenlos herunterladen

Bestellung:
Vorarlberger Familienverband
Tel.: 05574 47671
E-Mail: info@familie.or.at

Femail: „Weil es Zeit ist“ – Start der Kampagne gegen psychische Gewalt an Frauen

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40 Prozent der Frauen von psychischer Gewalt betroffen – auch in Vorarlberg

40 Prozent der Frauen sind von psychischer Gewalt betroffen. Diese Zahl stammt ursprünglich aus Studien, die Europa beziehungsweise Österreich weit durchgeführt wurden. Wer jetzt aber glaubt,  sie treffe nicht für Vorarlberg zu, irrt. Denn erste Umfrageergebnisse aus Vorarlberg, die wir im  Rahmen unseres Projekts erhalten haben, bestätigen diese Zahl.

Das hängt mitunter auch damit zusammen, dass sich psychische Gewalt – anders als viele andere  Gewaltformen – nicht auf den Bereich der Partnergewalt beschränkt. Auch am Arbeitsplatz, in der  Familie oder anderen sozialen Nahräumen kommt psychische Gewalt häufig vor.

Und solche Entwertungen und Herabsetzungen sind nur eine von vielen  Formen psychischer Gewalt.  Psychische Gewalt als Eintrittstor für weiter Gewaltformen  Egal wo seelische oder psychische Gewalt auftritt oder in welcher Form – sie ist häufig  Ausgangspunkt und Türöffner für weitere Gewalt, der Frauen und Mädchen ausgesetzt sind.

Die Femizide sind tragische Spitze des Eisbergs. Denn psychische Gewalt tritt als eigenständige  Gewaltform auf, ABER psychische Gewalt ist immer Teil der anderen Gewaltformen. Und mit  psychischer Gewalt beginnt oft die „Gewaltspirale“, die im aktuellen Fall zum Femizid – also den  Mord einer Frau durch ihren Partner geführt hat.

Wir im femail FrauenInformationszentrum haben deshalb Mitte des Jahres 2020 das Projekt „Wertvoll und stark!“ bei einem Österreichweiten Fördercall eingereicht. Ein Projekt zur Prävention  psychischer Gewalt an Frauen in Vorarlberg.  Es ist uns gelungen, das Projekt durch das Bundeskanzleramt/Frauenministerin und den  Landesgesundheitsförderungsfonds Vorarlberg zu finanzieren.  Darauf sind wir stolz, vor allem aber sind wir froh, denn durch die Finanzierung können wir erste Schritte gehen und Maßnahmen setzen, um die Lebensqualität von betroffenen Frauen in  Vorarlberg zu verbessern.

Zu diesen Maßnahmen zählen:

  • eine repräsentative Erhebung in der Vorarlberger Bevölkerung zur Wahrnehmung von und Erfahrung mit psychischer Gewalt,
  • eine Medienanalyse, wie Vorarlberger Medien generell über das Thema Gewalt an Frauen berichten,
  • die Entwicklung eines Screening-Instruments für Fachkräfte, um in Gesprächskontexten besser auf die Fährte dieser Gewaltform zu kommen und mit betroffenen Frauen ggf. früher aktiv werden zu können,
  • eine Fachveranstaltung zum Thema (Primär)prävention von Gewalt am 29. Juni 2021,
  • die Entwicklung von verschiedenen Workshopangeboten für Frauen, die wir im femail  dauerhaft anbieten können sowie
  • die Kampagne zur Sensibilisierung der Bevölkerung gegenüber dieser Gewaltform, die oft  mitgemeint aber sehr selten konkret benannt wird.

„Reelle oder gefühlte Macht gegenüber Frauen findet durch Formen von psychischer Gewalt oft  ihren Ausdruck – und das nicht nur im häuslichen Umfeld, sondern häufig auch am Arbeitsplatz.  Psychische Gewalt ist dadurch jene Gewaltform, der Frauen am häufigsten ausgesetzt sind.“ Lea Putz-Erath, Geschäftsführerin femail FrauenInformationszentrum

Über femail – FrauenInformationszentrum
femail ist Vorarlbergs Informations- und Servicestelle für Frauen und Plattform für innovative Ideen in Frauen- und Genderfragen in Vorarlberg. Unser Anliegen ist die eigenständige und sichere  Lebensgestaltung von Frauen. Unsere Spezialistinnen bieten für fast alle Lebensbereiche fachkundige Absicherung und Integration. Ziel unseres Engagements ist die Gleichstellung von Frauen und Männern.

Die Kampagnenseite www.weileszeitist.at ist inzwischen live – für weitere Hintergrundinformationen und auch alle Videoclips.

Quelle: Pressemitteilung femial FrauenInformationszentrum zur Pressekonferenz am 03.05.2021

Väterkolumne: Alltagssorgen

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Als Projektleiter habe ich das Privileg, meine tägliche Arbeit in hohem Maße auch von zu Hause aus auszuführen. Den Kindern war von Anfang an klar, dass ich im Büro am Arbeiten bin,  wobei es doch komisch war – Papa ist da, aber irgendwie doch nicht. Die Arbeit im Unternehmen lief normal weiter, die Intensität und Belastung war jedoch gefühlt um einiges höher. Die Fragen über meine Arbeit sind um einiges mehr geworden, da die Kinder nun mehr mitbekommen  haben. Ab und zu durften Sie bei einem Online-Meeting auch „Hallo“ zu meinen Arbeitskollegen sagen. Meine Frau war in Kurzarbeit und konnte daher sehr viel daheim sein und die Betreuung der Kinder übernehmen.

Als Familie war das Homeschooling  schon eine Herausforderung, die große Tochter, erst gerade mit großer Vorfreude eingeschult und jetzt schon  wieder zu Hause –, diesen Start haben wir uns alle sicher anders vorgestellt. Und da war noch ein Kindergartenkind, das beschäftigt werden wollte. Während meine Tochter ihre Schulsachen brav abgearbeitet hat, hat mein 5-jähriger Sohn des Öfteren gebettelt, bei mir im Büro bleiben zu dürfen. Kurzerhand durfte er dann auch einen Kindertisch mit Stuhl in das Büro stellen und zwischendurch auch mal neben mir sitzen.

Das gemeinsame tägliche Mittagessen war in der Coronazeit sicher das Highlight, das ich bei der Arbeit in der  Firma nicht hatte. Was uns als Familie während der Pandemie bzw. dem Lockdown am meisten fehlte, war das Treffen mit Freunden. Gerade für die Kinder ist es essenziell, sich mit anderen Kindern zu unterhalten, zu spielen und viele andere Dinge  zu erleben. Auch die Treffen mit der Familie, vor allem der Kontaktverzicht zu Urgroßeltern sowie Oma und Opa waren sehr hart. Hier haben wir öfters Videos gemacht, damit sie an unserem Leben teilhaben können.

Mit einem eigenen Garten war es uns möglich, dass die Kinder auch draußen sehr einfach ihre Energie abbauen konnten, ansonsten sind wir sehr viel spazieren und in die Berge gegangen, um eine Abwechslung zu haben. Die nun am Abend freigewordene Zeit haben wir genutzt, um unsere Brettspiele mehrfach durchzuspielen. In dieser Zeit haben wir aber auch viel Experimente gemacht und mit dem herumliegenden Holz verschiedene Dinge gebaut.

Das Vereinsleben, wie wir es gewohnt waren, fehlte komplett. Das gemeinsame Trainieren in der Gruppe macht einfach viel mehr Spaß und die Hemmschwelle, etwas zu tun, ist allein leider immer viel schwieriger. Am Ende des ersten Lockdowns war dann der Moment, als die Kinder wieder den Großeltern um den Hals fallen konnten. Da wurde uns bewusst, wie groß das Bedürfnis nach Nähe und einer einfachen Umarmung war.

Für mich  persönlich war diese besondere Zeit eine Entschleunigung. Die bisherigen Fixpunkte unter der Woche haben sich komplett reduziert. Diese neue Zeit zu viert zu Hause war sehr schön und intensiv, dabei wurde mir bewusst, dass man für sich selbst etwas tun muss, um ausgeglichen zu bleiben. Das Joggen wurde intensiviert. Für mich habe ich entschieden, dass ich das Homeoffice, wenn auch in reduziertem Maße, auch weiterhin beibehalten möchte.

Autor:
Andreas Leimegger, Vater von zwei Kindern

Umfrage für Alleinerzieherinnen

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Seit einigen Monaten bietet der Vorarlberger Familienverband „Talks für Alleinerziehende“ an. Damit wollen wir Alleinerzieherinnen bei der Bewältigung ihres Alltags unterstützen. Nun überlegen wir, ob wir das Angebot für Alleinerzieherinnen weiter ausbauen sollen und bitten dich deshalb um deine Unterstützung. Es gibt die Idee eine Vernetzungsplattform für Alleinerzieherinnen einzurichten, damit eine stärkende Community entstehen kann. Dazu würden wir dir gerne ein paar Fragen stellen.

Danke für deine wertvolle Zeit zur Beantwortung unserer Fragen!

Hier gehts zur Umfrage

 

Jetzt sprichst Du

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Die Universität Salzburg startet eine Online Befragung von Kindern und Jugendlichen. Auf der Webseite „Jetzt sprichst du“ sollen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Leben und Wohlbefinden erhoben werden.

Kinder und Jugendliche sind durch die coronabedingten Einschränkungen des Alltags besonders belastet, psychische Auffälligkeiten nehmen in dieser Altersgruppe zu. Mit „Jetzt sprichst du“ will die Uni Salzburg die Betroffenen direkt befragen, wie es ihnen mit der Corona-Situation geht. Erste Rückmeldungen zeigen laut Studienleiter Manuel Schabus, dass sie zum Teil sehr verängstigt sind, Schule und Freunde vermissen, sich weniger bewegen und viel Zeit vor dem Handy verbringen.

Gerade die Jüngsten würden durch die Auswirkungen der Pandemie ausgebremst und in ihrer Entwicklung gehemmt, betont Schabus in einer Mitteilung. Gleichzeitig würden die Meinungen, Stimmungen und Gefühle dieser Gruppe in der öffentlichen Diskussion nicht genug beachtet. „Diese Stimmen müssen endlich gehört werden“, so sein Appell gegenüber der APA. „Jetzt sprichst du“ richtet sich an Mädchen und Burschen im Volksschulalter bis hin zu Jugendlichen, die Umfrage wird bis voraussichtlich Anfang März unter www.JetztSprichstDu.com online sein.

Hier geht es zur Umfrage

 

Quelle: https://salzburg.orf.at/stories/3091643/

Safer Internet Day

Safer Internet Day

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Bereits zum 18. Mal fand am 09. Februar 2021, der internationale Safer Internet Day statt. Das Motto lautete „Together for a better internet“.

Safer Internet Day – was ist das?

Der jährliche Aktionstag wird von der Europäischen Kommission im Rahmen des Safer Internet-Programms organisiert. Über 170 Länder beteiligen sich weltweit am Safer Internet Day, um über eine sichere und verantwortungsvolle Internet- und Handynutzung aufzuklären. Alle Infos rund um den Safer Internet Day und internationale Aktivitäten finden Sie auf www.saferinternetday.org.

Was sind die Ziele?

  • Gemeinsame Bewusstseinsbildung rund um den sicheren und veranwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien. Wir wollen zeigen, wie wichtig und sinnvoll Internet, Handy und andere digitale Geräte im täglichen Leben von Kindern und Jugendlichen sind und welche Kompetenzen für eine sichere Nutzung benötigt werden.
  • Ganz nach dem Motto „Together for a better internet!“ laden wir Institutionen, Organisationen, Initiativen, Schulen, Bildungseinrichtungen, Jugendorganisationen, Unternehmen und Privatpersonen dazu ein, den Safer Internet Day mitzuerleben und auch eigene Projekte umzusetzen: Gestalten Sie spannende Aktivitäten rund um Safer Internet-Themen – ob online oder offline!

Weitere Informationen zu Sicherheit im Netz: https://www.saferinternet.at/

Petition zur Streichung der Förderung des Elternbeitrags für private Kinderbetreuungseinrichtungen

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Die Vorarlberger Landesregierung überlegt, die Förderung des Elternbeitrags für private Kinderbetreuungseinrichtungen für Vier- und Fünfjährige zu streichen. Ab dem Betreuungsjahr 2021/22 drohen die Elterntarife in privaten Kinderbetreuungseinrichtungen, Spielgruppen, Privatkindergärten und bei Tageseltern nicht mehr gefördert zu werden. Das betrifft landesweit knapp 5.300 Kinder und deren Eltern, sowie auch 155 Betreuungseinrichtungen.

Die Kinderstube Höchst hat eine Petition gestartet, die auch online unterschrieben werden kann. Im Sinne der Wahlfreiheit unterstützen wir als Vorarlberger Familienverband die Petition. Wenn auch Sie dies unterstützen wollen, dann können Sie unter folgendem Link unterschreiben: https://www.openpetition.de/petition/online/erhalt-eines-vielfaeltigen-und-familiengerechten-kinderbetreuungsangebotes-in-vorarlberg

Eine Petition des Vereins Kinderstube Höchst

Kinderbetreuung

Pandemie verschärft Kinderarmut

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Die Corona-Pandemie verschärft die Kinderarmut. Ein Drittel der Kinder weltweit hat durch die Pandemie keinen Zugang mehr zu Bildung – mit fatalen Folgen, warnt die Caritas anlässlich des Welttages der Bildung am Sonntag. „Auch wenn Kinder nicht zur Hochrisikogruppe von Corona gezählt werden, sie werden langfristig die Folgen von Schulschließungen, Mangelernährung und Armut zu tragen haben“, so Caritas-Präsident Michael Landau bei einer Online-Pressekonferenz in Wien.

Die Corona-Pandemie verursache Bildungslücken und habe Auswirkungen auf das Leben jedes Kindes weltweit. Doch die langfristigen negativen Folgen würden vor allem die ärmsten Länder betreffen und dort wiederum jene Kinder, die unter den schwierigsten Bedingungen aufwachsen. Laut UNICEF könnten durch die Pandemie weltweit rund 150 Millionen Kinder zusätzlich verarmen. „Sie werden wahrscheinlich nicht mehr in die Schulen zurückkehren“, sagt Landau. „Aber ohne die Grundlage einer guten Bildung ist die Chance aus dem Teufelskreis der Armut zu entkommen, deutlich geringer.“

Für viele arme Kinder verschärfe sich durch Schulschließungen auch die Mangel- und Unterernährung, weil für viele Kinder die Schulspeisung die einzige warme Mahlzeit am Tag sei, warnte der Caritas-Präsident. Hinzu kämen durch die verschärften finanziellen Schwierigkeiten in vielen Familien Spannungen und Gewalt innerhalb der Familie. Viele minderjährige Mädchen würden zwangsverheiratet, um die finanzielle Situation der Familie zu entlasten.

Laut Caritas kam es im vergangenen Jahr in 188 Ländern der Welt zu Schulschließungen im Zuge der Corona-Bekämpfung, 1,6 Milliarden Kinder und Jugendliche waren davon betroffen. Während in den wohlhabenderen Ländern Fernunterricht über Radio, Fernsehen oder Internet stattfinde, hätten nur 30 Prozent der ärmsten Länder auf Fernunterricht umgestellt, sagt der Generalsekretär der Auslandshilfe der Caritas, Andreas Knapp. Viele Kinder müssten außerdem arbeiten gehen, um einen Verdienstausfall der Eltern wettzumachen oder für die Geschwister zu sorgen.

Besonders schwierig sei die Situation für Kinder, die bereits ohne Pandemie in einer Krisensituation aufwachen, sagt Knapp. So würden Schulschließungen Kinder, die durch eine Fluchterfahrung traumatisiert seien, noch mehr belasten, weil sie einen geregelten Tagesablauf brauchen würden. „Das wird bleibende Spuren hinterlassen, die wir noch lange spüren werden“, so der Caritas-Auslandshilfechef.

Caritas-Präsident Landau appellierte anlässlich des Tages der Bildung an die Regierungen gemeinsam eine Covid-19-Bildungsoffensive zu unterstützen, damit von Armut betroffene Kinder und vor allem Mädchen sicher in die Schulen zurückkehren können. Einmal mehr forderte der Caritas-Präsident auch eine Erhöhung der Gelder der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (EZA). Der türkis-grünen Regierung seien hier bereits „erste Schritte gelungen“, aber es sei entscheidend hier den Weg fortzusetzen um auf das UNO-Ziel der Entwicklungshilfeausgaben von 0,7 Prozent des BIP zu kommen, so Landau.

Quelle: Vorarlberger Nachrichten, 23.01.2021